Seitenwechsel

Seitenwechsel

In den Ferien verbrachten wir Lernenden von Rahn & Bodmer eine Woche in der Werkstatt Müliwies in Kloten. Die Anreise startete für die meisten holprig, denn die einen waren mit dem Zug zu weit gefahren und ich nahm den falschen Bus.

Bei Pigna angekommen zeigte man uns dann den Platz, an dem wir die ganze Woche arbeiten würden. Ich war in der Kantine eingeteilt und musste diverse Aufgaben in der Küche erledigen. Ich fand, dass im Vergleich zu den anderen Arbeiten meine noch ganz in Ordnung war, denn eine grosse Auswahl gab es nicht. In der Abteilung, in welcher Kopfhörer der Airlines gereinigt werden, waren Samuel und Lukas eingeteilt. In einer anderen Abteilung werden die Kisten gereinigt, welche am Flughafen für das Gepäck verwendet werden. Und Sadri half in der Wäscherei mit. Da es bei uns in der Küche nicht immer allzu viel zu tun gab, mussten wir Erdnüsse schälen oder Servietten zusammenlegen.

Auch das Essen wurde nicht von uns gekocht, da es von einem nahe gelegenen Restaurant geliefert wurde. Nach dem Essen mussten wir für um die 100 Personen den Abwasch tätigen, was bei 3 Mahlzeiten am Tag einiges an Zeit in Anspruch nahm. Da die Küche und auch der Essraum immer sauber und in 1 A Zustand sein mussten, ging es jeden Tag um etwa 3 Uhr ans Reinigen der Tische und des Essraums. Dies waren die Haupttätigkeiten, welche ich an jedem Tag verrichtete. Meist wurden zudem zusätzlich Lebensmittel aus der Migros benötigt, welche ich am Morgen jeweils mit jemandem aus meinem Team besorgte. Da konnte ich feststellen, wie gut sich die einzelnen Personen in der Migros zurecht fanden. Nur wenn sie etwas Neues einkaufen mussten, kam es manchmal zu Komplikationen und ich oder eine der Angestellten mussten helfen. Am Dienstag und am Donnerstag musste ich einige Kuchen kreieren, welche meines Erachtens nicht nur gut aussahen, sondern auch erste Sahne schmeckten. Dies traf sich am Dienstag recht gut, da ich so auch noch einen Geburtstagskuchen hatte.

Nach der Arbeit ging es dann in eine Pfadihütte am Waldrand, wo wir für 4 Nächte untergebracht waren. Dank der kurzen Distanz zur Arbeit, hatten wir auch nicht einen allzu langen Fussweg. Da wir keinen Koch hatten, bereitete jeden Abend eine andere Gruppe das Essen zu. Es gab diverse Nudelgerichte und einmal auch ein Curry. Am Abend gab es Spiele und andere Aktivitäten und am Donnerstagabend kümmerten wir uns um die Reinigung der Hütte.

Am Geburtstag von Vivienne machten wir einen Zwischenstopp im Restaurant Runway 34, wo sich inmitten des Restaurants ein Passagierflugzeug samt Raucher-Lounge befindet. Da wir noch etwas früh waren, gönnten wir uns in der Bar einen Drink und nahmenschliesslich unseren Platz ein mit Blick auf den nächtlichen Flughafen. Wir genossen ein delikates Mahl und begaben uns danach zu Mad Max, dem abgefahrensten DJ aller Zeiten, der sich im Club Snoose befindet. Wir spielten Billard und hatten Spass beim Tischfussball. Zurück in der Pfadihütte, legten wir uns erst um etwa 2 Uhr schlafen – das merkte man am nächsten Morgen nach nur ca. 4.5 Stunden Schlaf. Wir packten unsere Koffer und begaben uns zu unserem letzten Arbeitstag in der Werkstatt. Zum Schluss besprachen wir unsere Woche mit dem Kommunikationsverantwortlichen und verabschiedeten uns.

Mein Fazit: Es war eine lehrreiche Woche, doch ich hätte gerne noch einen Einblick in andere Bereiche erhalten, denn eine ganze Woche am selben Ort war schon etwas lang. Zwar konnte man so die Menschen in seinem Team sehr gut kennen lernen, aber mit den anderen MitarbeiterInnen hatte man eher wenig zu tun. Doch jeder hat da eine andere Meinung, denn Lukas war einer, der genau dies als einen positiven Aspekt sah. Am Ende der Woche waren wir sicher alle glücklich, wieder nach Hause zurück zu kehren, auch wenn wir eine schöne Woche erlebt hatten.

Pascal Roth, Lernender