Erweiterungsbau "Graswinkel 3"

Nach dem Projektwettbewerb im Jahr 2016 ist der Neubau in der Planungsphase. Es sollen 42 Wohnplätze, zusätzliche Tagesstätten- und Arbeitsplätze entstehen. Unser Pigna-Park kann erheblich erweitert werden.

Die Nachfrage nach Wohnplätzen für Menschen mit einer geistigen Behinderung oder Mehrfachbehinderung ist nach wie vor sehr gross. Rund die Hälfte unserer annähernd 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den geschützten Werkstätten leben nach wie vor Zuhause, viele davon sind aber schon auf unserer Warteliste. Die nach wie vor überproportional steigende Lebenserwartung der Menschen mit Behinderung führt zu einer gestiegenen Nachfrage nach Plätzen, die den Anforderungen für Seniorinnen und Senioren, insbesondere auch den Pflegebedürfnissen gerecht wird. Der 2013 in Betrieb genommene Park hat uns gezeigt, dass viele Menschen mit einem hohen Betreuungsbedarf von dem im Park gelebten Autonomiekonzept mit höherer Lebensqualität und einige auch mit persönlicher Entwicklung profitieren können.

Wohngruppen
Die sechs neuen Wohneinheiten sind jeweils als Wohnung für 6 bis 7 Personen mit Gemeinschaftsraum und Küche ausgelegt, jeweils 2 Wohneinheiten zusammen werden durch ein Team betreut. Im Obergeschoss befinden sich zwei Wohneinheiten mit eigener Terrasse, die für höheren Pflegebedarf ausgerüstet werden. Zwei der Wohngruppen im Untergeschoss werden – wie bereits in der bestehenden Graswinkelanlage - einen direkten Zugang zum geschlossenen Park erhalten, und sind damit vor allem für Menschen mit besonderen Bedürfnissen oder für ältere Menschen geeignet, die allenfalls auch nicht von strukturierten Angeboten profitieren können oder wollen. Weitere zwei Wohngruppen im Obergeschoss werden vor allem für Menschen geeignet sein, die tagsüber in den Werkstätten oder Tagesstätten beschäftigt sind.

Park
Der bestehende Park mit Glashaus kann mit der Erweiterung um rund 1’400m2 erweitert werden, die Übersicht über den Park wird nicht beeinträchtigt. Die Pflanzungen schliessen sich dem Neubau über die Süd- und Westseite nahtlos an.

Tagesstätte
Entsprechend unseren Erfahrungen mit den Bedürfnissen unserer Atelierbesucher sind im Erdgeschoss grössere und kleinere Räume geplant, die unterschiedliche Gruppengrössen und Angebote ermöglichen sollen. Die Räume verfügen über einen eigenen, kleinen Aussenbereich in der Parkanlage. Ein Ruheraum und eine Teeküche sind zum Hof gerichtet.

Lingerie
Mit der Erweiterung muss die bisherige Wäscherei erheblich erweitert werden, und ist deshalb als ganze Einheit im Neubau geplant. Sie bietet zusätzlich fünf geschützte Arbeits- oder Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderung. Der Sortier- und Waschraum mit den Maschinen befindet sich im Untergeschoss. Die Schmutzwäsche kann sowohl über den Verbindungskorridor im Untergeschoss als auch über das Tor im Erdgeschoss angeliefert werden. Die Weiterverarbeitung und Sortierung der Wäsche für die Auslieferung erfolgt in einer grosszügigen Lingerie im Erdgeschoss.

Aufbereitungsküche und Mehrzwecksaal
Für die Mittagsverpflegung unseres internen Dienstleistungsbetriebs und für Personal im Dienst ist anschliessend an die Lingerie eine Küche und ein grosser Essraum geplant, der abends auch Veranstaltungs- und Sitzungszwecken dienen kann. Auch hier werden Menschen mit Behinderung fünf zusätzliche Arbeitsplätze oder Ausbildungsmöglichkeiten finden.

Für das Jahr 2018 erwarten wir die Entscheide über die Baubewilligung und die definitive Projektgenehmigung durch den Kanton. Für jede Unterstützung des Projekts möchten wir uns ganz herzlich bedanken.

Floss

Projektwettbewerb mit eindeutigem Sieger

Soweit es für die Jury erkennbar war, erfüllt das Projekt „Floss“ der Schneider Gmür Architekten, Winterthur die hohen betrieblichen Anforderungen und Anbindungen an die bestehenden Anlagen nahezu optimal, was zu einem einstimmigen Entscheid führte. Die hauptsächlich involvierten Bereiche Dienstleistung, Tagesstätte und Wohnen werden in den nächsten Tagen und Wochen das Projekt auf die betrieblichen Detailanforderungen prüfen und gegebenenfalls noch notwendige Änderungen anregen. Ebenso wird der Kanton Zürich das Projekt in den kommenden Monaten noch prüfen und allenfalls Auflagen machen. Wir freuen uns auf eine spannende Aufgabe.

Übersicht Projekt "Floss" Graswinkel (PDF, ca. 2MB)

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